"Warum haben wir Stress?"

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sabato 7 giugno 2014

Ist es wirklich so, dass Arbeit und Stress untrennbar miteinander verbunden sind? Führen ein hohes Arbeitspensum, Zeit- und Leistungsdruck zwangsläufig zu negativem Stress? Diese Frage kann ganz klar mit „Nein“ beantwortet werden! Es hängt in erster Linie von persönlichen Faktoren ab, ob ein Stress als „negativ“ oder „positiv“ empfunden wird und ob dieser demzufolge gesundheitsschädliche oder gesundheitsfördernde Auswirkungen mit sich bringt.

Stress hat viele Auslöser. So kann eine Stressreaktion durch äußere wie innere Faktoren ausgelöst werden. Zu den äußeren Stressfaktoren zählen eine hohe Lärmbelastung, Hitze, Kälte, eine falsche Sitzposition am Arbeitsplatz und ein Überangebot an Reizen. Diese äußeren Faktoren sind aber weniger der Grund für eine negative Stressbelastung am Arbeitsplatz. Mehr sind es die inneren Faktoren, die negative Auswirkungen mit sich bringen. Welche sind eigentlich diese inneren Faktoren? Zu den inneren Faktoren gehört die Art und Weise, wie wir mit unseren Lebens- und Arbeitsbedingungen umgehen: übertriebener Ehrgeiz, perfektionistische Anforderungen an sich selbst, starkes Bedürfnis nach Anerkennung und Beliebtsein und damit verbundene Angst vor Ablehnung, mangelnde Fähigkeit Verantwortung abzugeben, nicht in der Lage zu sein „Nein“ zu sagen, schlechtes Zeitmanagement, Angst vor zu viel Verantwortung, Schwierigkeit, mit persönlichen oder seelischen Problem umzugehen, etc. diese nur einige Beispiele dafür.

Und es sind eben angeführte innere psychischen Faktoren, die dazu führen, dass wir „Stressfaktoren“ wie: viele Termine an einem Tag, ein Telefonat nach dem anderen, die lange to-do-Liste, etc.; als negativ empfinden und uns relativ rasch überfordert uns nicht mehr unter Kontrolle fühlen. Der Grund dafür ist klar: Wären es nämlich äußere Faktoren, dann müssten eigentliche auch alle Menschen darunter leider. Dem ist aber nicht so. Die einen verstehen es besser als andere, mit Belastungen und Anforderungen umzugehen.

Bei vielen von uns sind Druck und Stress hausgemacht. „Das muss ich unbedingt noch heute erledigen.“, „Immer bin ich es, die/der immer für alle anderen da sein muss.“, „Immer muss ich es allen recht machen.“, „Ich darf keine Fehler machen.“, „Ich schaffe es nicht mehr, die Arbeit wächst mir über den Kopf.“ Wer solche Selbstgespräche führt, solche Denkgewohnheiten an den Tag legt, der darf sich nicht wundern, wenn er sich selbst gehörig unter Druck setzt. Es ist Zeit gegenzusteuern. Man muss nicht immer und überall erreichbar sein, man kann und soll auch ab und zu „Nein“ sagen, man muss und soll sich Erholungsphasen gönnen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, man darf und soll es sich leisten, mal „alle Fünfe gerade sein zu lassen“, Selbstzweifel und übertriebenen Perfektionismus bei Seite zu schieben. Nichts stresst mehr als das Gefühl, Umständen oder Menschen ausgeliefert zu sein und keine Kontrolle zu haben.

Wir müssen aber einsehen, dass wir selber es in der Hand haben, an dieser unseren Situation etwas zu ändern. Denn schon die Aussage: „Das stresst mich! Das ist Stress!“ ist im Grund falsch. Es ist nämlich mein Zugang, meine Reaktion, ja meine Entscheidung wie ich auf bestimmte Situationen, äußere Umstände reagiere bzw. sie empfinde. Für mich bedeuten sie Stress, während sie andere Menschen als Ansporn, als Motivation al positiven Kick empfinden. Jede Veränderung, in diesem Falle Verbesserung der Situation kann nur bei mir selber beginnen.



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