"Mit Druck umgehen lernen"

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sabato 16 maggio 2015

Der Druck am Arbeitsplatz macht so vielen Menschen zu schaffen wie noch nie. Zu viel Arbeit und zu wenig Zeit, gereizte Kollegen und dann auch noch ein Chef, dem man es nicht recht machen kann. Vielen dürfte dies bekannt vorkommen. Die meisten von uns kommen noch halbwegs mit diesem ständig wachsenden Druck klar. Doch auf Dauer kann dieser ständige Druck, dieser Stress krank machen – psychisch wie physisch.

Die Arbeitswelt hat sich vor allem im letzten Jahrzehnt rasant verändert. Insbesondere Computer, Handy und das Internet haben entscheidend dazu beigetragen. Informationen können sekundenschnell weltweit zur Verfügung gestellt werden. Eine weltweite Kommunikation ist mit minimalem Aufwand möglich. Ohne Zweifel hat dieser Technologiesprung einen hohen Nutzwert. Es sind aber auch die Anforderungen an die Unternehmen und somit an die einzelnen Mitarbeiter deutlich gestiegen. Ebenso hat die Mobilität enorm zugenommen. Durch diese technologischen Entwicklungen und die geschaffenen Infrastrukturen können auch Leistungen wesentlich schneller erbracht werden, die Arbeitsgeschwindigkeit konnte enorm gesteigert werden. Dies wiederum bedingt eine entsprechende Erwartungshaltung sowohl beim Kunden, dem Auftraggeber oder dem eigenen Vorgesetzten im Unternehmen.

Die Globalisierung hat sicher ihre Vorteile – keine Frage. Aber keine Vorteile ohne Nachteile. Der Konkurrenz- und Leistungsdruck für Unternehmen ist größer geworden und wird dann häufig an die Mitarbeiter weitergegeben. Nicht selten tragen wir auch selbst dazu bei, uns von Druck und Stress vereinnahmen zu lassen. Was können wir also unternehmen, um etwas mehr Ruhe und Erholung in den Alltag zu bringen?

Viele von uns arbeiten öfters durch. Auf Dauer geht dies zu Lasten der Substanz. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich regelmäßig kurze Pausen zu gönnen. Diese Pausen müssen geplant werden und frei von Terminen sein. Ich plane sozusagen einen Termin mit mir selbst! Ohne Zweifel ist es wichtig, gute Arbeit zu leisten. Dennoch dürfen die eigene Gesundheit, vor allem aber Familie und Freunde nicht vernachlässigt werden. Es gilt daher Prioritäten zu setzen und es zu vermeiden, Zeit mit Dingen zu verschwenden, welche nicht auf der Prioritätenliste stehen.

Auch sollte man lernen „Nein“ zu sagen! Vor allem dann, sollte man echt das Gefühl haben, es wirklich nicht mehr zu schaffen. Es ist keine Schande sich selbst aber auch anderen, Grenzen zu setzen! Es kann gelegentlich vorkommen, dass man am Abend länger arbeitet oder ein Wochenende für wichtige Projekte opfern muss. Grundsätzlich aber sollte dienstfreie Zeit wirklich dienstfrei bleiben.

Sind Sie Jemand, der immer alles möglichst perfekt haben muss? Geben am liebsten 120 Prozent? Gut! Oft ist es aber notwendig, sich von übertriebenen Leistungsansprüchen zu befreien. Eine übertriebene Perfektion erfordert meist einen unverhältnismäßig hohen Aufwand und lässt einen oft an die eigenen physischen wie psychischen Grenzen gelangen. Es ist daher ratsam genau zu prüfen, ob und wo es auch tatsächlich notwendig ist und wo eben nicht.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit? Es ist sinnvoll, Freizeit wenn möglich aktiv zu gestalten. Vor allem Bewegung baut besonders effektiv Stresshormone ab. „Sich aufs Sofa zu hauen“, bringt in den meisten Fällen nicht den gewünschten Effekt. Für Körper und Seele kann daher eine Runde Joggen oder eine Stunde im Fitnessstudio viel entspannender sein. Auch können Yoga, Entspannungsübungen oder andere Formen des gezielten Stressabbaus helfen, Körper und Seele zur Ruhe zu bringen, sollte man das Gefühl haben irgendwie noch „aufgezogen“ zu sein.

Auch ist es keine Schande, jemanden um Hilfe zu bitten. Wir sind alle nur Menschen und keine Maschinen. Jeder von uns durchlebt schwierige Phasen und meistens wissen es Vorgesetzte wie Kollegen zu schätzen, wenn man sie um Rat fragt oder um Unterstützung bittet. Eines Tages ist es dann erfahrungsgemäß umgekehrt.

Eine bestimmte Situation stressig, weniger stressig oder überhaupt nicht als stressig zu empfingen, dies hängt von einer subjektiven Wahrnehmung ab. Viele sind der Meinung, man müsse nur etwas an den äußeren Umständen ändern und man könne somit das Problem lösen. Dies ist nur bedingt wahr. In erster Linie muss ich bei mir selbst, bei meiner eigenen Einstellung, bei meinem Zugang zu den Dingen etwas ändern, ansonsten werde ich meine Situation nicht wirklich verbessern können.



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