"Leistungsfähig auch im Alter"

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sabato 24 maggio 2014

„Jeder will älter werden, aber kaum einer möchte alt sein“. Wen wundert das? Mit „Alter“ verbinden wir Begriffe wie Schwäche, Krankheit und eine schwindende Fähigkeiten in geistiger wie körperlicher Hinsicht. Aber die „Alten“ sind besser als ihr Ruf! Und sie sind nicht weniger leistungsfähig als ihre jüngeren Kollegen. Der Unterschied besteht lediglich in den Leistungsmerkmalen. Viele Fähigkeiten, vor allem im kommunikativen, organisatorischen und sozialen Bereich, sind bei älteren Menschen besser ausgeprägt und andere Fähigkeiten, so zum Beispiel die geistigen, die schwindet auch im Alter kaum.

Unsere Gesellschaft wird zunehmend älter. Somit steigt auch das Durchschnittsalter der Mitarbeiter in unseren Betrieben. Dieser Veränderungsprozess stellt Beschäftigte, Unternehmen aber auch die Politik vor neuen Herausforderungen. Für Betriebe besteht die große Herausforderung darin, schon in absehbarer Zeit nur noch auf ein kleiner werdendes Reservoir jüngerer ArbeitnehmerInnen und zurückgreifen zu können und mit älteren Belegschaften konkurrenzfähig zu bleiben oder es zu werden. Es ist demzufolge unbestreitbar, dass es in der Arbeitswelt ohne die „Älteren“ in Zukunft nicht geht wird, auch weil die demographische Entwicklung uns keine andere Wahl lässt. Es geht aber auch schon in der Gegenwart nicht ohne die älteren Beschäftigten. Kein Wirtschaftssystem kann sich nämlich auf Dauer eine solche Verschwendung von Erfahrungen, Kenntnissen und Kompetenzen leisten.

Das bedeutet für die meisten Unternehmen ein Umsteuern hin zu einer Personalpolitik, die ältere ArbeitnehmerInnen als Potenzial anerkennt. Das wichtigste Ziel dabei ist, in Wirtschaft und Gesellschaft ein konstruktives und realistisches Bild von den Fähigkeiten und Kompetenzen älterer ArbeitnehmerInnen zu entwickeln und zu akzeptieren. Die herrschende Praxis im betrieblichen Umgang mit älteren Beschäftigten ist noch zu sehr durch Vorurteile gekennzeichnet, die älteren ArbeitnehmerInnen eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit oder geringere körperliche Belastbarkeit unterstellen. Aus diesem Grund verzichten immer noch zu viele Unternehmen auf das große Wissen und die enormen Erfahrungen älterer Beschäftigten. Studien belegen jedoch, dass „Ältere“ über ein hohes Maß an Einschätzungsvermögen, Qualitätsbewusstsein und Loyalität verfügen. Hinzu kommt, dass sie aufgrund ihres Erfahrungswissens Problemlagen rasch einschätzen und zu eigenständigen Entscheidungen kommen können. Auch in den Sozialkompetenzen sind sie ihren jüngeren KollegInnen oft überlegen.

Der demografische Wandel bewirkt, dass sich die Altersstruktur der Mitarbeiter in den Unternehmen in den kommenden Jahren verändert und dass die älteren Mitarbeiter an Bedeutung gewinnen. Aus diesem Grund sollten Unternehmen bereits jetzt überprüfen, ob für den Einsatz von älteren Mitarbeitern im Unternehmen Veränderungen bei den Arbeitsbedingungen notwendig werden.

Betriebe sind gut beraten, geeignete Bedingungen zu schaffen, um dieses Potenzial und die Chancen, die darin liegen, zu nutzen. Notwendig dafür ist dazu eine Personalstrategie, die die Ressourcen von Alt und Jung erfolgreich einsetzt und nutzt. Das bedeutet vor allem eine ausgewogene Zusammensetzung der Belegschaft, die Wissensaustausch zwischen den Generationen ermöglicht und so Erfahrungswissen mit neuen Ausbildungsinhalten kombiniert.



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