"Lebenslang Lernen - aber wie?"

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lunedì 16 gennaio 2017

In den letzten Jahren hat sich die Arbeitswelt sehr stark verändert. Einen Job auf Lebenszeit, den wird es in naher Zukunft vermutlich nicht mehr geben. Der technische Fortschritt, die Globalisierung, das Internet und der demografische Wandel, sie verändern die Arbeitsmärkte und somit auch die entsprechenden Anforderungen. Um für die Arbeitswelt von morgen gerüstet zu sein, muss jeder von uns sein Wissen anpassen und erweitern. Lebenslanges Lernen ist angesagt!

Was ist eigentlich unter (beruflicher!) Weiterbildung zu verstehen? Weiterbildung ist die Fortsetzung jeder Art des Lernens nach Abschluss der Bildungsphase in der Jugendzeit und nach Aufnahme einer Berufstätigkeit. Auch das Nachholen eines Schulabschlusses gehört genauso dazu wie eine Umschulung oder ein Sprachunterricht. Unterschieden wird zwischen berufsbezogener und nichtberufsbezogener Weiterbildung. Letztere können sowohl freizeitorientierte, soziale oder sonstige Bildungsangebote sein. Auch die persönlichen Beweggründe, eine Weiterbildung anzugehen, sind oft sehr unterschiedlich: die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt verändern sich und man möchte nicht das Risiko eingehen, morgen ohne Job dazustehen; man möchte sich einfach persönlich weiterentwickeln; man möchte sich ganz gezielt verändern, einen neuen Weg einschlagen. Und oft sind die verschiedenen Beweggründe sogar miteinander verknüpft: Beruflich ist man festgefahren, der private Alltag verläuft in allzu geordneten Bahnen, man sehnt sich nach Veränderung. Kurzum: Es muss sich einfach was verändern!

Damit sich eine Weiterbildung vor allem in beruflicher Hinsicht auszahlt, ist es entscheidend, dass der angestrebte Abschluss bzw. das Ergebnis beim eigenen oder einem zukünftigen Arbeitgeber anerkannt wird. Irgendein „Schnellsiederkurs“ in irgendeiner fragwürdigen bzw. improvisierten Einrichtung kann sich sehr schnell als reine Geld- und Zeitverschwendung entpuppen. Es lohnt sich daher, die einzelnen Anbieter genau unter die Lupe zu nehmen, bevor man sich für ein Angebot entscheidet. Es ist deshalb wichtig, mit System vorzugehen: Viele kleine Weiterbildungen können zwar interessant sein, tragen in den meisten Fällen aber nicht zur Verbesserung der beruflichen Situation bei. Ferner sollte man auch keine Weiterbildung beginnen, von der man nicht zu 100% überzeugt ist. Ein allfälliger Abbruch ist nicht nur ein finanzieller, in den meisten Fällen vor allem ein persönlicher Schaden: Man ist unzufriedener als zuvor!

Immer wieder wird im Zusammenhang mit Weiterbildung die Frage gestellt, ob es Qualifikationen gibt, die in jedem Job gebraucht werden. Diese gibt es. Es handelt sich dabei um persönliche und soziale Kompetenzen in der Fachsprache meistens als „Soft-Skills“ bezeichnet. Die Soft-Skills sind auf alle Fälle fachübergreifend, da wir dabei von Kompetenzen wie Team- oder Konfliktfähigkeit, Eigeninitiative oder ähnlichen sprechen. Neben den „Hard-Skills“, dem Fachwissen, welches in der Berufsausbildung oder im Studium erworben wird, werden vor allem eben erwähnte Soft-Skills von den Arbeitgebern sehr geschätzt. In vielen Jobs und Branchen sind Fremdsprachenkenntnisse, vor allem aber sehr gute Englischkenntnisse, und das Wissen um betriebswirtschaftliche Zusammenhänge sehr gefragt. Darüber hinaus muss heute so gut wie jeder Berufstätige sehr gut  mit Computer und Internet umgehen können.

Weiterbildung mindert aber auch das Risiko, den Job zu verlieren und erhöht im selben Moment die Chancen, karrieremäßig einen Schnitt nach vorne zu machen und somit mehr Gehalt zu verdienen. Forscher vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fanden heraus, dass Weiterbildungen, die allgemeine berufliche Fähigkeiten vermitteln, für Arbeitnehmer durchschnittlich bis zu 6 % mehr Einkommen bringen. Wer nämlich nach so einer Weiterbildung den Job wechselt, der bezieht am neuen Arbeitsplatz in den meisten Fällen ein höheres Gehalt. Keine signifikanten Auswirkungen auf das Einkommen haben hingegen firmenspezifische Trainings, also Weiterbildungen, die Fähigkeiten vermitteln, welche nur innerhalb der eigenen Firma eine Rolle spielen.

Wer also vor der Entscheidung steht, viel Geld für eine Fortbildung auszugeben, sollte vorher in sich gehen. Eine gründliche Selbsteinschätzung, bei der man sich über die eigenen Möglichkeiten, Wünsche und Fähigkeiten klar wird, erspart einem nicht nur unnötige Kosten, sondern auch Enttäuschungen.



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