"Kandidatensuche in Social Networks"

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lunedì 7 settembre 2015

Immer mehr Unternehmen sind auf Social-Media-Seiten präsent nicht nur um dort Imagepflege zu betreiben, sondern ihre Fühler nach potenziellen Kandidaten auszustrecken. Umfragen belegen diesen Trend! Soziale Netzwerke werden seitens Personaler immer stärker als Rekrutierungskanal genutzt. Sinnvoll oder absurd?

Ursprünglich haben die Social Networks wie Facebook, Xing, My Space oder LinkedIN ihre User dazu eingeladen, privat zu plaudern und Netzwerke zu knüpfen. Doch bei diesem rein privaten Plaudern blieb es nicht lange. Rasch begannen Arbeitgeber damit, ihre Imagemaßnahmen in die Netzwerke zu verlagert. Sie recherchieren dort die Glaubwürdigkeit von Mitarbeitern oder potenziellen Kandidaten. Aber auch die Nutzer bilden ihre Meinung über einen potenziellen Arbeitgeber über deren Auftritt in Social Networks, denn kaum ein Thema ist so interessant wie der Job und der eigene Arbeitsplatz. Und zudem gehen die einzelnen Netzwerke selbst dazu über, Funktionalitäten speziell für die Kandidatensuche anzubieten. Aus persönlichen Profilen, welche anfänglich dazu dienten, Freizeitaktivitäten, persönliche Interessen und Vorlieben zu kommunizieren, werden nun immer mehr regelrechte Lebensläufe. Sie sollen das Interesse bei potenziellen Arbeitgebern wecken ohne dass sich die jeweilige Person direkt auf Arbeitssuche begibt oder begeben muss. „Man möchte ja gefunden werden!“ Einen Vorgang, den viele Personaler mittlerweile zu Recht kritisch verfolgen.

Dass die Sozialen Netzwerke für das Rekrutieren von Bewerbern genutzt werden, ist bei den Personalberatern schon länger Praxis. Es wird auf eine direkte Art und Weise Kontakt zu potenziellen Bewerbern gesucht und somit ein neuer Kandidatenpool erschlossen. Die Bedeutung der sozialen Netzwerke hat sich ohne Zweifel in den letzten Jahren als weitere sehr interessante Kandidatenquelle entwickelt und als Ergänzung zu allen anderen Maßnahmen wird die Identifizierung von potenziellen Bewerbern im Netz immer wichtiger. Während hochqualifizierte Kräfte eher weniger oder gar nicht in den Netzwerken anzutreffen sind, bietet sich eine sehr gute Möglichkeit, dort potenzielle Kandidaten im Bereich des unteren Management- oder Spezialistenbereichs anzutreffen. Der Kontakt über soziale Netzwerke bietet sich für viel Recruiter deshalb als effizientes Instrument an, da die Firmen gerade diese Kategorie von Mitarbeitern sehr gut abschirmen.

Lohnt es sich nun für Arbeitgeber, direkt in den Netzwerken auf die Kandidatenpirsch zu gehen? Die Bedeutung der Social Networks im Recruiting wird zunehmen. Man hat gute Chancen potenzielle Kandidaten über diese Netzwerke anzusprechen. Arbeitgeber wären schlecht beraten, dieses Instrument zur Bewerberkontaktaufnahme nicht zu berücksichtigen. Recruiting in und über soziale Netzwerke wird ein dritter oder vierter Weg werden, auch wenn sich vielfach nur Grenzerträge im Rekrutierungserfolg erwirtschaften lassen. Im Moment werden Netzwerke also eher als zusätzliches Recruitinginstrument genutzt. Ein Trend ist ganz klar auszumachen: Sie gewinnen zunehmen an Bedeutung und beginnen da und dort teilweise schon die traditionellen Instrumente zu ersetzen.

Social Media Recruiting kann einen Teil der Employer Branding Strategie darstellen. So ermöglichen es die sozialen Netzwerke, sich als Arbeitgeber attraktiv darzustellen, einen Einblick in das Unternehmen zu gewähren. Ein positives Employer Branding kann als Konkurrenzvorteil dienen. Soziale Netzwerke eignen sich hervorragend für den Aufbau, den Erhalt und die Optimierung der Arbeitgeberattraktivität. Zudem sind Social Media für uns zu einem alltäglichen Wegbegleiter geworden. Ein typischer Tag ohne Facebook, YouTube und Blogs wäre für viele von uns kaum mehr denkbar. Durch Social Recruiting haben Unternehmen die Möglichkeit, Bewerber genau dort anzusprechen und sie sozusagen in ihrem gewohnten Umfeld abzuholen. Zudem geben Nutzer auf diesen Plattformen viele persönliche Informationen über sich preis. Diese Informationen können genutzt werden, beispielsweise bei der Ausrichtung von Werbeanzeigen für Stelleninserate, um die Bewerber gezielt anzusprechen. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus dem Vergleich mit den klassischen Medien. Bei einem Stelleninserat in einer Tageszeitung ist man designtechnisch relativ eingeschränkt. Das Inserat kann höchstens aus einem Bild und einem Text bestehen. In den sozialen Medien sind die Möglichkeiten weitaus größer, beispielsweise können auch Videos eingesetzt werden. Unternehmen können sich so durch unterschiedliche mediale Inhalte als attraktiver Arbeitgeber präsentieren.

Nach den letzten Studien zum Social Media Recruiting sind die Bedenken zur Verwendung der sozialen Netzwerke für die Personalbeschaffung eher überschaubar. Nachteile werden vor allem in dem erforderlichen Zeitbedarf, im Datenschutz und in einem befürchteten Kontrollverlust gesehen. Allerdings dürfte sich gerade der Zeitbedarf im Lauf der Zeit reduzieren, wenn man erst einmal über die nötige Erfahrung im Recruiting verfügt und Strategien erarbeitet sowie erfolgreich implementiert hat. So groß die Bedenken aber sein mögen, dass soziale Netzwerke zu viel Zeit kosten, so groß ist die Bereitschaft, diese Zeit zu investieren. Nahezu 90% der Befragten können sich gut vorstellen, mehr als eine Stunde in der Woche in sozialen Netzwerken tätig zu sein. Trotzdem sieht man die Seriosität des Mediums nach wie vor eher kritisch.



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