"Job wechseln oder doch bleiben?"

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sabato 10 gennaio 2015

„Das Vorstellungsgespräch ist positiv verlaufen, die neue Aufgabe klingt sehr interessant,  auch das Gehalt entspricht den Erwartungen. Aber soll ich jetzt wirklich den Schritt wagen?“ Vielen liegt die Entscheidung Job zu wechseln ziemlich im Magen. Vor allem aber jenen, welche für einen längeren Zeitraum mit großem Einsatz und Überzeugung für ein und dasselbe Unternehmen gearbeitet haben. Sie sind unentschlossen und schwanken zwischen dem Wunsch, etwas Neues anzupacken und der Sicherheit, welche ihnen das vertraute Umfeld bietet.

Ein Punkt ist aber schon einmal positiv und dessen sollte man sich bewusst sein: Man hat eine Wahlmöglichkeit! Das ist schon mal positiv. Diese Wahlmöglichkeit bietet einem die Gelegenheit, die aktuelle Situation zu überdenken und die Weichen neu zu stellen. Ferner zeigt sie auf, dass die eigene Qualifikation, die eigene Erfahrung für den Arbeitsmarkt attraktiv sind, also den aktuellen Erwartungen eines möglichen neuen Arbeitgebers entsprechen. Ein gutes Gefühl.

Ganz egal ob man sich aktiv auf eine neue Stelle beworben hat oder aber von einem Personalberater auf eine vakante Position angesprochen wurde, die Auseinandersetzung mit einer beruflichen Alternative sollte wohl überlegt und sauber aufbereitet werden. Gerade wenn man sich aus einer Festanstellung mit dem Thema Jobwechsel beschäftigt, bedarf es einer gründlichen Analyse. Es geht schließlich darum, Chancen und Risiken die mit einem möglichen Stellenwechsel verbunden sind, ganz genau abzuwägen. Impulsiv, vielleicht aus einem spontanen Ärger dem eigenen Chef gegenüber eine solch weitreichende Entscheidung zu treffen, das kann in die Hose gehen.

Beim Treffen von Entscheidungen geht es letztendlich immer um ganz bestimmte Kriterien. Es gibt solche, die für den einen mehr und den anderen weniger Gewicht haben. Für eine allein erziehende Mutter mit kleinen Kindern wird die Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz eine höhere Relevanz haben, als für den karriereorientierten Single. Jeder, der sich in dieser Situation befindet, wird seine ganz persönliche Gewichtung vornehmen müssen. Im einem nächsten Schritt geht es darum, Alternativen zu bewerten. Im Hinblick auf den aktuellen Job, wird einem dies vermutlich relativ leicht fallen. Um ein alternatives Jobangebot richtig einschätzen zu können, sollten persönliche Eindrücke durch eine solide Recherche Bestätigung finden. Geht es beispielsweise um das Arbeitsklima, können Gespräche mit (ehemaligen) Mitarbeitern des Unternehmens sehr hilfreich sein. Entsprechende Informationen sind häufig über das eigene Umfeld aber auch über soziale Netzwerke zu bekommen.

Um mehr Klarheit in den Entscheidungsprozess zu bekommen, kann auch das Erstellen einer Entscheidungsmatrix hilfreich sein. Hierzu werden Entscheidungskriterien schriftlich aufgelistet, gewichtet und nach einem Punktesystem bewertet. Ein Jobwechsel hat in der Regel nicht nur für einen selbst, sondern auch für Ihre Familie/Partner Konsequenzen. Dies gilt insbesondere, wenn mit der neuen Stelle auch ein Ortswechsel verbunden ist. Es ist daher wichtig, dass in den Entscheidungsprozess auch die davon betroffenen Familienmitglieder oder Partner miteinbezogen werden. Je offener man mit diesen Fragestellungen bereits im Entscheidungsprozess umgeht, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich im Nachhinein keine Probleme ergeben. Personalberater können ein Lied davon singen: Immer wieder springen Kandidaten im letzten Moment noch ab, weil der Partner nicht mitzieht.

Sollte man in der glücklichen Lage sein nicht nur ein, sondern mehrere Jobangebote zu haben, so ist es empfehlenswert, bei den anderen potenziellen Arbeitgebern die Tür nicht ganz „zuzuschlagen“. Wichtig ist es, die eigene Entscheidung zu erläutern und offen anzusprechen, ob man zu einem späteren Zeitpunkt nochmals auf sie zukommen könnte. Ist man nämlich als „guter Kandidaten“ identifiziert worden, wird dafür in den meisten Fällen eine Bereitschaft bestehen.

Hat man sich am Ende für eine neue berufliche Herausforderung entschieden, so sollte der Abgang vom alten Arbeitgeber mit Stil gestaltet werden, was so viel heißt wie Gewährleistung einer reibungslose Stellenübergabe an den Nachfolger oder falls dieser noch nicht da ist, die saubere Dokumentation von allen Aufgaben und Prozessen. Man sollte auf alle Fälle versuchen, positiv in Erinnerung zu bleiben.

Trotz aller beschriebenen Maßnahmen, ist die Entscheidung eines Jobwechsels immer mit einem gewissen Faktor an Unsicherheit verbunden. In jedem Fall sollte man aber ein gutes Gefühl haben, wenn man seine Unterschrift unter einen neuen Arbeitsvertrag setzt. Neben allen Fakten bleibt das eigene Bauchgefühl ein wichtiger Gradmesser, ob der neue Job die richtige Alternative für einem selbst ist oder eben nicht.



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