"Gemeinsam leben, gemeinsam arbeiten!"

News
sabato 6 febbraio 2016

Sehr viele von uns, lernen ihren Partner bei der Arbeit kennen. Neben Ausbildung und Freundeskreis zählt der Job zur drittwichtigsten „Partnerbörse“. Kein Wunder, denn nirgendwo sonst verbringt man so viel Zeit wie bei der Arbeit. Paare, die zusammenarbeiten, teilen Berufs- und Privatleben miteinander. Für die einen ist es der Traum schlechthin, andere verdrehen schon allein beim Gedanken, mit dem eigenen Partner arbeiten zu „müssen“, ihre Augen. Niemals voneinander getrennt sein, zusammen einschlafen und aufwachen und sich selbst am Arbeitsplatz nicht aus den Augen zu verlieren: für frisch Verliebte sicherlich eine schöne Sache, für viele andere Paare aber undenkbar oder sogar ein Horror.

Aber nicht immer kann man sich das aussuchen. Wer seinen Partner am Arbeitsplatz kennenlernt, der wird sich wohl oder übel damit arrangieren müssen, diesen auch mal in der Mittagspause zu sehen oder vielleicht sogar gemeinsam an schwierigen und stressigen Projekten zu arbeiten. Ob es sich deshalb lohnt, den Job zu wechseln, hängt ganz davon ab, wie gut beide Partner mit dieser Situation umgehen können. "Nähe" und/oder "Distanz" sind nämlich die ersten und größten Probleme, mit welchen man zu kämpfen hat, wenn sich Berufliches und Privates überschneiden. Besonders die Distanz nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Distanz zum Beruf und Distanz zum Partner - beides ist von immenser Bedeutung um zu verhindern, in einem der beiden Lebensbereiche leistungsfähig zu sein während man sich hingegen im jeweils anderen komplett verliert. Wohnen dann Partner noch zusammen, kann sich vielfach das Gefühl einstellen, keinen eigenen Raum mehr für sich selbst zu haben. Darunter leidet dann wiederum das Privatleben. Arbeiten beide in verschiedenen Abteilungen, lässt es sich leichter aus dem Weg gehen. Der Arbeitsweg muss nicht gemeinsam gegangen werden und auch die Pausen lassen sich getrennt voneinander verbringen. Heikel wird es jedoch, wenn die Partner sich in einem Untergebenen-Verhältnis zueinander befinden, sprich, der eine der Chef vom anderen ist. Beziehungsprobleme können hier leicht in Entscheidungen und Konfliktsituationen einfließen. Eine weitere Gefahr ist der Feierabend. Dieser dient ja eigentlich dazu, den Berufsalltag hinter sich zu lassen und zu entspannen. Die meisten Paare tauschen sich am Abend noch über ihren Tag aus und berichten von Neuigkeiten und Vorkommnissen bei der Arbeit. Gerade die Distanz, die der andere normalerweise zur eigenen Arbeit hat, relativiert die eigene Sicht auf die Dinge. Dies ist nicht gegeben, wenn der Partner die Firma, die Umstände und auch die Kollegen kennt, über die gesprochen wird. Es besteht das Risiko, nicht mehr abschalten zu können.

Vor allem das Leben und Arbeiten im „Partnerschafts-Tandem“, d.h. Partner, die gemeinsam ein Unternehmen führen, ist nichts für ausgeprägte Individualisten, Personen, die sich allein profilieren wollen. Die Lebenswelten sind ganz klar verschmolzen, der Übergang zwischen Arbeitszeit und arbeitsfreier Zeit ist fließend. So kann es sein, dass das Paar schon beim Zähneputzen über die bevorstehende Sitzung spricht und abends im Bett neue Projektpläne ausheckt. Es ist deshalb ein Modell für Menschen, die eine hohe Bereitschaft mitbringen, immer wieder an ihrer Partnerschaft zu arbeiten. Paare, die gerne eng zusammenarbeiten, müssen bereit sein, offen und ehrlich über alles zu sprechen. Die wichtigste Voraussetzung ist ein gemeinsames Ziel. Wenn beide Partner eine ähnliche Lebens- und Unternehmensphilosophie haben, kann die Verbindung von privat und geschäftlich sehr gut funktionieren. Außerdem ist ein großer unternehmerischer Vorteil, dass Paare sich in der Regel stark mit dem eigenen Unternehmen identifizieren, überdurchschnittlich engagieren und dadurch eine große Stabilität erzeugen. Das kann sehr schön sein und bringt auch Vorteile mit sich. Doch gleichzeitig Kollege und Partner zu sein, birgt großes Konfliktpotenzial. Jeden Tag stehen diese Paare vor der Herausforderung, Job und Beziehung unter einen Hut zu bekommen.



Questo sito utilizza cookie tecnici e di terze parti. Se vuoi saperne di più o negare il consenso a tutti o ad alcuni cookie clicca qui. Continuando ad utilizzare il sito acconsenti all'uso dei cookie.

Chiudi