Warum Mitarbeiter kündigen!

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Samstag, 18. Mai 2013

Der Erfolg eines Unternehmens hängt maßgeblich davon ab, ob das Unternehmen in der Lage ist, die besten Mitarbeiter für sich zu gewinnen und – noch wichtiger – langfristig an sich zu binden. In vielen Unternehmen jedoch kommen und gehen die Mitarbeiter. Zum einen sind es befristete Arbeitsverträge oder Projekte, Vertretungen oder Pensionierungen, zum anderen aber auch Kündigungen seitens der Arbeitnehmer oder einvernehmliche Auflösungen der Arbeitsverhältnisse. Bewegung beim Personal gehört zum Alltag und ist vom Management auch nur bis zu einem gewissen Punkt gewollt und steuerbar. Sollte diese Fluktuation aber eine bestimmte Normalität übersteigen, so sollte man als Arbeitgeber dies genauestens analysieren, da unter Umständen eine nicht kontrollierte bzw. nicht gewollte Fluktuation mit sehr hohen Kosten für das jeweilige Unternehmen verbunden sein kann. Firmen, die durch Fluktuation verursachte Kosten genauer reflektieren, müssen oft feststellen, dass die Kosten weit höher sind, als sie eigentlich angenommen haben. Investitionen, die darauf ausgerichtet sind, Fluktuation zu verringern, amortisieren sich demzufolge innerhalb kürzester Zeit. Vor allem wenn man bedenkt, dass dies häufig jene Punkte sind, die zudem zu einer höheren Leistungsbereitschaft bzw. Produktivitätssteigerung der Mitarbeiter beitragen können.

Nicht jede Eigenkündigung muss von vornherein als negativ betrachtet werden. Schließlich tut es jedem Team gut, wenn neue Leute mit frischem Know-how ins Unternehmen kommen. Mitunter sind die neuen Mitarbeiter auch leistungswilliger oder leistungsfähiger als die alten. Man sollte dennoch zwischen „vermeidbarer“ und „unvermeidbarer“ Fluktuation unterscheiden. Unvermeidbare sind jene Situationen, in welchen sich z.B. die persönlichen Lebensumstände eines Mitarbeiters ändern (Familien, Umzug, Krankheit, usw.). Vermeidbare Kündigungen können jedoch vom Arbeitgeber beeinflusst werden. Vielfach kommt es dazu, sollten Mitarbeiter aus irgendeinen Grund und über einen längeren Zeitraum unzufrieden sein, der Arbeitgeber jedoch nichts dagegen unternimmt.

Ursachen für die Fluktuation gibt es viele. Es gibt solche, auf die das Unternehmen Einfluss und solche auf die das Unternehmen keinen Einfluss nehmen kann. Die Ursachen für Fluktuation können beim Mitarbeiter selbst liegen, beim jeweiligen Unternehmen oder sind auf berufsspezifische, allgemein wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen zurückzuführen. Um effiziente Personalarbeit leisten zu können, muss man sich in erster Linie auf jene Ursachen konzentrieren, die das Unternehmen selbst beeinflussen kann. So z.B. kann ein Unternehmen in der Personalauswahl und bei einer Teamzusammenstellung darauf achten, dass passende Charaktere im Unternehmen aufgenommen werden und miteinander zusammenarbeiten. Dadurch kann das Betriebsklima verbessert und somit die Mitarbeiterbindung gestärkt werden. Auch eine bestimmte Flexibilität z.B. bei der Arbeitszeitgestaltung oder aber bestimmte zusätzlich Sozialleistungen erhöhen diese Bindung ans Unternehmen und senken somit die Fluktuationsrate. Gezielte Maßnahmen im Bereich des Personalmarketings, Marketing nach innen wie nach außen, können wesentlich dazu beitragen, die Fluktuationsrate niedrig zu halten. Mitarbeiter brauchen berufliche Perspektiven, immer wieder neue Herausforderungen, welche mitunter auch an eine entsprechende gehaltliche Entwicklung gebunden sind. Ferner arbeitet jeder lieber in einem Unternehmen mit einem positiven Image.

Täglich verlassen Menschen ihren Arbeitgeber und suchen sich neue Herausforderungen. Eine Fluktuationsquote von 6 – 10% ist aber durchaus normal. Wichtig ist aber zu verstehen, warum ein Mitarbeiter das Unternehmen verläßt. Es empfiehlt sich ein offenes und ehrliches Gespräch mit diesen Mitarbeitern zu suchen, wie gesagt ein Gespräch ohne Vorbehalte, um die wahren Beweggründe zu erfahren. Nur so ist das Unternehmen auch in der Lage, eventuelle notwendige „Kurskorrekturen“ vorzunehmen, welche für den Unternehmenserfolg sehr wichtig sein könnten.



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