Ohne Stress in den Urlaub

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Samstag, 21. August 2010

Jeder von uns braucht im Laufe des Jahres mehrere Tage oder gar Wochen zum Entspannen und zum Abschalten. Während die einen diesen Erholungsurlaub in der Ferne verbringen, zum Beispiel am Meer, finden die anderen die perfekte Erholung zu Hause. Jeder hat ja so sein “Rezept”, seine Vorlieben. Stress begleitet wohl die meisten von uns, ob im Arbeitsalltag oder aber in den vielen Aufgaben und Herausforderungen, die sich im Privatleben stellen. Kaum verwunderlich ist es daher, dass sich viele wünschen, diesem stressigen Alltag einfach zu entfliehen und voll und ganz abzuschalten, einfach für eine Zeit lang an nichts denken zu müssen, die Zeit einfach für sich selbst zu nutzen, zum Auftanken zum Schöpfen von neuen Energien.

Wenn das aber nur so einfach wäre! So nützlich die neuen Technologien im beruflichen Alltag sind, so “abhängig” haben sie uns bereits gemacht. Wievielen von uns gelingt es denn wirklich, für einen kurzen Zeitraum das Mobiltelefon abzuschalten, auf das Lesen der E-Mails zu verzichten oder auch sonst über keines der moderen Medien erreichbar zu sein? Trösten Sie sich, das gelingt sehr wenigen. Und wer das schafft, muss sich oft sogar den Vorwurf der Verantwortungslosigkeit gefallen lassen. Mit Verantwortungslosigkeit hat dies im Normalfall aber überhaupt nichts zu tun, man könnte es vielmehr als gesunden Egoisms bezeichnen. Was kann man eigentlich unternehmen, um mehr oder weniger stressfrei seinen wohlverdienten Urlaub zu geniessen?

Ohne Zweifel ist es sehr hilfreich, wenn man sich auf seine “Auszeit” vorbereitet. Es sollte zum Beispiel vermieden werden, bis zur letzten Sekunde unter Druck zu sein. Diese Anspannung würde man ansonsten leicht in den Urlaub nehmen. Termine können einige Tage vor Beginn des Urlaubes so geplant werden, dass es einem leichter gelingt, Spannung abzubauen und sich so einen gleitenden Übergang in den Urlaub zu ermöglichen. Vorbereiten heisst aber auch, dass man sich rechtzeitig Gedanken über seine Urlaubsvertretung macht. Aus diesem Grund ist es notwendig, sich auch frühzeitig einen Überblick über Arbeiten zu verschaffen, die vor dem Urlaub zu erledigen sind, oder welche einer Urlaubsvertretung übergeben werden müssen. In diesem Zusammenhang ist zu überlegen, wer die geeignete Vertretung sein kann und wenn diese gefunden ist, muss dieselbe auch entsprechend informiert und eingeführt werden. Sinnvoll wäre es auch, sich für die Zeit seiner Abwesenheit verschiedene Problem-Szenarien und eine mögliche Lösung zu überlegen. Wer diese Lösungswege mit seiner Vertretung bespricht, hat die besten Voraussetzungen, entspannt in den Urlaub zu fahren. Sollte jemand sehr engen Kundenkontakt pflegen, so empfiehlt es sich, diese mit einer bestimmten Vorlaufzeit darüber zu informieren, dass man für einen bestimmten Zeitraum aus Urlaubsgründen abwesend sein wird. Eventuelle dringliche Angelegenheiten können entweder sofort erledigt, Arbeitskollegen bzw. Mitarbeitern übertragen oder aber falls doch nicht so dringlich, einfach aufgeschoben werden. Auf diese Weise kann nämlich vermieden werden, dass man in seiner wohlverdienten Urlaubszeit immer wieder vom Arbeitgeber, von Mitarbeitern oder auch Kunden gestört wird, ohne schlechtes Gewissen zu haben oder sich unnötige Gedanken zu machen.

Am Anfang des Urlaubs ist es verständlich, wenn beim einen oder anderen die Gedanken noch beim Job sind. Der Mensch muss sich nämlich erst auf “Urlaub” einstellen. Wenn Sie eine dieser Personen sind, dann sollten Sie aber ganz gezielt an sich arbeiten. Grübeln Sie über berufliche Dinge, sollten Sie diese gedanklich stoppen. Versuchen Sie, Ihre Gedanken einzufrieren und tauen Sie sie erst am Arbeitsplatz wieder auf. Sicherlich wird es Ihnen nicht bei ersten Mal gelingen, geben Sie aber nicht auf, arbeiten Sie daran. Auch Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training sind dabei sehr hilfreich, um den Kopf frei zu kriegen. Wer sich für eine gewisse Zeit mal bewusst vom Alltagstrott verabschiedet, verliert unter Umständen keine Gedanken mehr an seine Arbeit. Man konzentriert sich auf ganz neue Erfahrungen und Erlebnisse. Haben Sie sich erholt, können Sie die letzten Urlaubstage auch dazu nutzen, gedanklich langsam wieder in den Job einzusteigen.


von Dr. Hannes Mair
Dolomiten-Beilage M@rkt vom 21.08.2010



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