Kleider machen Leute

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Freitag, 29. Mai 2009

Bei einem Vorstellungsgespräch gibt es nur ein Ziel: Von sich selbst und den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen, um den gewünschten Job zu bekommen. Dieses Ziel zu erreichen, kann für den einen oder anderen Bewerber oft mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sein, vor allem für den, der die üblichen Gepflogenheiten bei Vorstellungsgesprächen nicht unbedingt kennt. Sich richtig zu bewerben, beginnt mit einer gezielten Auswahl von Stellenangeboten und endet eigentlich erst in dem Moment, in welchem man auch tatsächlich eine Zusage für den neuen Job bekommen hat.

Aber wie kann man den Unternehmer oder den Personalverantwortlichen davon überzeugen, dass man der „Richtige“ für die ausgeschriebene Stelle ist? Zum einen sind es sicherlich sowohl die persönliche Fertigkeiten und Fähigkeiten als auch eine entsprechende Berufserfahrung. Aber auch das eigene Erscheinungsbild kann die Entscheidungsfindung enorm beeinflussen, zumal das jeweilige Erscheinungsbild in jedem Falle auf die Persönlichkeit des Kandidaten schließen lässt. Das bekannte Sprichwort „Kleider machen Leute“ hat auch heute noch seine Gültigkeit. Gerade bei einem Vorstellungsgespräch ist das äußere Erscheinungsbild von großer Bedeutung, das Äußere muss mit den eigenen Aussagen übereinstimmen und mit dem was man darstellt. Das Vorstellungsgespräch wird von Seiten der Unternehmen nämlich dazu genutzt, sich im wahrsten Sinne des Wortes „ein Bild“ vom Kandidaten und dessen Persönlichkeit zu machen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man sich in der Rolle des Kandidaten mit dem potenziellen Arbeitgeber insofern beschäftigt, als man sich nähere Informationen sowohl zur angestrebten Funktion als auch zur jeweiligen Unternehmenskultur einholt. Dazu gehört unter anderem die jeweilige Kleiderordnung. Was zieht man also zum Vorstellungsgespräch an, um möglichst seriös und kompetent zu erscheinen? Wichtig ist es, angemessen gekleidet zu sein. Wer sich zum Beispiel für eine Stelle im Handwerk bewirbt, muss, oder besser, sollte nicht unbedingt mit Anzug und Krawatte zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Anzug und Krawatte würden höchstwahrscheinlich irritierend auf den Arbeitgeber wirken. Angemessen wäre in dieser Situation sicherlich ein sportlich lockeres Outfit. Anders verhält es sich natürlich, wenn man sich für eine Stelle in einer Bank, einer Versicherung oder aber für einen Job als Führungskraft bewirbt. In dieser Situation sind Anzug und Krawatte sicherlich angebracht. Wie oben bereits erwähnt, sollte man sich im Vorfeld eines Bewerbungsgesprächs darüber Gedanken machen, für welche Stelle und in welchem Unternehmen man sich bewirbt und dementsprechend sein Outfit anpassen.

Unabhängig von der jeweiligen Kleiderordnung, zum Vorstellungsgespräch sollte man seriös, gepflegt und sauber erscheinen. Zerschlissene Jeans, schmutzige Schuhe oder Fingernägel und zerzauste Haare sind keine gute Visitenkarte. Auch eine allzu sportliche Kleidung ist unpassend. Jogginganzug oder kurze Hosen sind zu vermeiden. Die Kleidung sollte stets sauber und gebügelt sein. Für Frauen gilt: Geizen Sie mit Ihren Reizen! Ein tiefer Ausschnitt oder ein zu kurzer Rock mögen vielleicht überzeugen, im Vorstellungsgespräch stehen aber doch andere Vorzüge im Mittelpunkt. Tattoos und Piercings sollten nach Möglichkeit ebenfalls nicht auffallend präsentiert werden, wenn man sich für einen Job mit Kundenkontakt bewirbt oder in einem Unternehmen, wo strenge Hygienevorschriften herrschen. Auch der Umgang mit Parfum oder Rasierwasser sollte ein zurückhaltender sein. Wer vor dem Spiegel steht und sich nicht sicher ist, wie man sich für das Vorstellungsgespräch kleiden soll, dem bietet sich aber auch eine andere Möglichkeit: Einfach nachfragen, welches Erscheinungsbild erwünscht ist! Auf diesem Wege, kann man nichts mehr falsch machen, außer natürlich man hält sich nicht dran.

Vieles im Berufsleben hängt vom äußeren Eindruck ab, gibt es doch im Berufsalltag sehr viele kurze Kontakte von großer Wichtigkeit. Wer in diesen wenigen Augenblicken keinen guten Eindruck vermittelt, der vergibt oft gute Chancen. Deshalb ist auch Kleidung so wichtig, eine Tatsache, die vor allem Berufsanfänger gerne übersehen. Mit einer entsprechenden Sensibilität, können die eigenen beruflichen Chancen verbessert werden.


von Dr. Hannes Mair
Dolomiten-Beilage M@rkt vom 23.05.2009



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