Kein Stress nach dem Urlaub!

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Samstag, 6. September 2014

Geht es Ihnen auch so? Der Urlaub war sehr schön und erholsam. Jetzt sind Sie wieder zurück im Büro aber schon gar nichts will so richtig gelingen. Die Arbeit erscheint mühevoll und die ersten Tage ziehen sich hin wie Kaugummi. Sie Sind nicht allein. Etwa zwei Drittel der Mitarbeiter hierzulande geht es nach der Rückkehr aus dem Urlaub genau so. Dieser Zustand wird Post-Holiday-Syndrom genannt und dauert in der Regel bis zu drei Tagen. Und dabei beginnen die Schwierigkeiten oft schon kurz vor Urlaubsende.

Zu Beginn der freien Zeit ist die Laune meistens noch schlecht. Körper und Geist müssen den Arbeitsstress hinter sich lassen und am Urlaubsort ankommen. Erst nach zwei bis drei Tagen steigt die Stimmung deutlich, um dann zwei Tage vor Urlaubsende wieder erheblich zu sinken. Man beginnt langsam daran zu denken, was einen bei der Rückkehr so alles erwartet: Hunderte von ungelesenen Emails, ein Berg von Arbeit. Man fühlt sich plötzlich sogar noch stärker gestresst als vor dem Urlaubsantritt. Dies ich auch der Grund dafür, dass viele von uns im Urlaub zumindest ein bis zwei Stunden pro Tag arbeiten mit dem Ziel, den Stress nach dem Urlaub zu reduzieren. Das Post-Holiday-Syndrom mindert ein solches Verhalten in der Regel aber kaum. Körper und Kopf brauchen ein bis drei Tage, um den gewohnten Arbeitsrhythmus wieder aufzunehmen.

Wie hoch genau der Erholungseffekt bezogen auf die Dauer des Urlaubes ist, darüber sind sich Arbeitspsychologen uneins. Unstrittig ist, dass die freien Tage für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unerlässlich sind. Schädlich für die eigene Gesundheit ist es auf jeden Fall, wenn man sich lange Zeit überhaupt keine Auszeit gönnt. Langzeitstudien aus Amerika zeigen, dass Menschen, die selten oder nie in Urlaub fahren, ein höheres Risiko für typische Stresserkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall haben.

Das alles muss aber nicht sein! Dank einer weniger vor allem organisatorischer Maßnahmen gelingt es einem relativ gut, relaxt in den Urlaub zu fahren, diesen entspannt zu genießen und von der Auszeit länger zu zehren. So z.B. sollten bereits vor dem Urlaubsantritt nicht nur die offensichtlich wichtigen Aufgaben erledigt, sondern auch ein Stück vorausgeplant werden: Projekte, die nach Ihrem Urlaub nahe an der Deadline stehen, sollten auch Berücksichtigung finden, d.h. entsprechend vorbereitet, delegiert oder gar erledigt werden. Zudem macht es Sinn, rechtzeitig aus dem Urlaub zurückzukehren. Bei Personen, welche erst Sonntag Abend vom Urlaub zurückkehren, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese am darauffolgenden Montag entnervt und enorm gestresst am Arbeitsplatz erscheinen. Die Erholung des Urlaubs wird innerhalb eines Tages dahin sein.

Ebenso macht es keinen Sinn, gleich von 0 auf 100 zu beschleunigen. Jeder Motor muss sich erst warm laufen, bevor er Top-Leistung bringen kann. Einen zeitlichen Puffer einzuplanen, der dazu dient, in Ruhe Emails zu beantworten oder mit Routineaufgaben zu beginnen, wäre dabei sehr hilfreich. Man muss realistisch bleiben. Niemand wird von einem erwarten, dass man bereits am Ende Ihres ersten Arbeitstages alles Liegengebliebene abgearbeitet hat. Dringende Sachen sollten vielleicht rascher erledigt werden, andere können warten.

Nicht nur Leistungssportler brauchen Pausen, um ihr Potenzial voll ausschöpfen zu können. Der Körper ist abhängig von Regenerationsphasen, die es uns erlauben Höchstleistung abzurufen. Dies gilt auch für Berufe, in denen viel geistige Arbeit und Konzentration gefragt sind. Es ist einfach wichtig, sich immer wieder Pausen zu gönnen, um weiterhin mit Freud seiner Arbeit nachgehen zu können.



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