Innovation durch neue Ideen

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Samstag, 18. Juli 2009

Unter zunehmenden Wettbewerbsdruck oder aber in wirtschaftlich schwierigen Zeiten passen Unternehmen Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsabläufe schneller als je zuvor den Anforderungen des Marktes an. Die Unternehmen befinden sich selber im Wandel. Sie nehmen Qualität, Kosten und Zeit gleichzeitig ins Visier, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden. Aktuelle Unternehmensleitbilder werden herausgearbeitet und zeitgemäße Führungstechniken werden praktiziert. Stellt man sich die „wichtigste Frage“ im Prozess der Veränderung, so ist es eindeutig der Mensch, der wirklich im Mittelpunkt steht. Wer am Markt bestehen will, der muss in erster Linie in der Lage sein, das kreative Potenzial seiner Mitarbeiter als Wettbewerbsfaktor zu mobilisieren. Entscheidend ist die Art und Weise, wie Führungskräfte mit dem Ideengut ihrer Mitarbeiter umgehen.

Besondere Aufmerksamkeit ist in dieser Situation dem Kreativitätspotenzial und dem Ideenreichtum der Mitarbeiter beizumessen. Viele kleine und mittlere Unternehmen hierzulande verfügen in dieser Hinsicht über „stille Reserven“, die es unbedingt zu mobilisieren gilt. Dabei muss auf die Eigenverantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters gesetzt werden. Eine moderne Unternehmenskultur, die bereit ist, übertriebene Hierarchien zu reduzieren, eröffnet die Chance, dass Mitarbeiter vom ausführenden zum kreativen Mitgestalter werden. Auf die Frage, was für einen Menschen im Beruf wichtig ist, was ihn zu besonderen Leistungen bewegt, treten heute immer stärker Themen wie Selbstverwirklichung und Wertschätzung in den Vordergrund. Das Bedürfnis, sich auch am Arbeitsplatz mit seiner ganzen Persönlichkeit einbringen und etwas bewegen zu können, wird im Zuge des wachsenden Lebensstandards und dem gestiegenen Ausbildungsstand der Mitarbeiter immer wichtiger. Leider aber haben Mitarbeiter in Unternehmen mit noch weitgehend traditionell hierarchischen Führungsstrukturen nur in Ausnahmefällen auch wirklich Gelegenheit dazu. Wenn es gelingt, diesen Prozess umzukehren, die Leistungsfähigkeit und den Leistungswillen der Mitarbeiter für das Unternehmen einzusetzen, so eröffnet dies die Chancen Mitarbeiter zu „Mit-Denkern“ und im Idealfall zu „Mit-Unternehmern“ zu machen. Es kommt darauf an, die Kreativität der Mitarbeiter zu wecken und dieselbe in für das Unternehmen wertvolle Bahnen zu lenken. Dafür müssen aber die Mitarbeiter die Erfahrung machen können, dass mit einem Engagement für das Unternehmen auch gleichzeitig ihre persönlichen Wünsche und Ziele nach Selbstverwirklichung und Anerkennung erfüllt werden. Ein Unternehmen, welches dies ermöglicht, hat die Chance, innovativ und leistungsfähig und auch in wirtschaftlich schwierigen Situationen erfolgreich zu sein bzw. zu bleiben.

Dies zu gewährleisten, ist eine dringende unternehmerische Aufgabe. Die Kreativität der Mitarbeiter muss zunächst aktiviert werden. Es muss festgestellt werden, dass das Engagement im Sinne des Unternehmens genutzt und umgesetzt und dafür Sorge getragen wird, dass die Bereitschaft zum Mitdenken in der Unternehmenskultur verankert wird. Ein Konzept, das dafür geeignet ist, dies umzusetzen, ist das Ideenmanagement. Keiner kennt die täglichen Abläufe im Unternehmen besser als dessen Mitarbeiter. Daher schafft ein Ideenmanagement wichtige Voraussetzungen für mehr Innovation in den Betrieben. Gerade in kleineren Unternehmen ist noch ein erheblicher Nachholbedarf im Ideenmanagement zu verzeichnen. Klare Zielvorgaben, ein nachvollziehbares Regelwerk, wie mit Verbesserungsvorschlagen zu verfahren ist, sowie eine entsprechende öffentliche Anerkennung der betroffenen Mitarbeiter sind Voraussetzung, damit das Ideenmanagement auch funktionieren kann.

Die aktuelle Situation zwingt Führungskräfte zum Handeln: Jetzt müssen Strategien für eine optimale Positionierung des Unternehmens vor allem für die Zeit nach der Krise entwickelt und verfolgt werden. Das Ausschöpfen aller Potenziale des Unternehmens vor allem aber der Potenziale jedes einzelnen Mitarbeiters, muss in den Mittelpunkt rücken.

von Dr. Hannes Mair
Dolomiten-Beilage M@rkt vom 18.07.2009



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