Fitness bringt Leistung

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Samstag, 30. Mai 2009

Jeder dritte Arbeitnehmer leidet unter Stress, Zeitdruck oder Erschöpfung. Jeder fünfte fühlt sich überfordert und ausgebrannt. Die gegenwärtige Situation am Arbeitsmarkt dürfte kaum dazu beitragen, dass es den Menschen in den Unternehmen besser geht. Umweltbelastungen, Zeitdruck, Hektik und Stress: In unserem Alltag haben wir so einiges wegzustecken. Die Belastungen werden körperlich spürbar, die Leistungsfähigkeit lässt nach.

Viele Menschen klagen über muskuläre Probleme, die sich während ihrer Arbeitszeit aufbauen. Diese Verspannungen führen oftmals zu Kopfschmerzen, körperlichen Fehlhaltungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Wer sich heute in dieser Situation befindet, muss nicht gleich verzagen. Es kann etwas dagegen unternommen werden. Das Patentrezept heißt: Bewegung! Sicher wird sich an dieser Stelle der eine oder andere denken, dass das ja nichts „Neues“ ist. „Gerne würde ich Sport treiben, mich bewegen! Wenn ich nur die Zeit dafür hätte!“ Diese ist eine der häufigsten Ausreden für Bewegungsmangel. Dabei geht es nicht darum, stundenlang im Wald herumzulaufen oder aber sich im Fitnesscenter bis zur Erschöpfung zu quälen. Mehr Bewegung heißt zunächst einfach mit sogenannten kleinen Schritten oder Mitteln die eigenen Beschwerden zu lindern, so etwa öfters seine Körperhaltung zu wechseln, statt den Aufzug die Treppen steigen, kurze Arbeitspausen für gezielte Stretchingübungen zu nutzen und dergleichen. Jede Art von Bewegung trägt dazu bei, die Muskulatur zu lösen und die Durchblutung zu fördern. Die Schmerzen, die uns einschränken, kommen in den meisten Fällen durch die einseitigen Belastungen des Alltags: Häufiges Sitzen, langes Stehen, Fehlhaltungen, falsches Heben oder Tragen. Mehr Bewegung im Büro kann also ein erster Schritt zu mehr Wohlbefinden sein.

Nach diesem ersten sollte man nun aber auch einen zweiten Schritt wagen. Wie oben erwähnt, die fehlende Zeit kann wirklich nur eine Ausrede sein. Es geht einfach darum, dass man sich auch außerhalb seiner „Arbeitszeit“ mit einer bestimmten Regelmäßigkeit bewegt. Dafür gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Mit Sicherheit ist für jeden Einzelnen etwas Interessantes dabei. Ist es nicht so, dass man sich gerne für alles und jeden, außer natürlich für sich selbst, Zeit nimmt, weil man ja nicht „nein“ sagen kann oder nicht “nein“ sagen will? Gerade aus diesem Grund empfiehlt es sich, ganz bewusst „Termine mit sich selbst“ zu vereinbaren. Der große Vorteil dabei ist, dass man das eigene Training mit der sozialen Komponente verbinden kann. In Gesellschaft trainiert es sich meist angenehmer und die Zeit vergeht schneller. Außerdem erkennt man, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist. Es geht im Training nicht um Hochleistungssport, es geht vielmehr um Bewegung, es geht um Entspannung und Wohlbefinden. Es geht aber auch um eine bestimmte Regelmäßigkeit. Diese Regelmäßigkeit ergibt sich nach einer bestimmten Zeit dann ohnehin von selbst, überhaupt in dem Moment, in welchem man dieses Wohlbefinden spürt. Viele kennen dieses Gefühl! Man wird richtig „süchtig“ danach!

Wer heute Topleistungen im Job bringen will, muss körperlich fit sein. Doch nicht jeder Berufstätige muss deshalb gleich zum Leistungssportler werden. Gerade wenn man bisher keinen Sport getrieben hat, ist es wichtig, seinen Körper langsam an die Belastungen zu gewöhnen. Auch die Muskulatur muss für höhere Ansprüche aufgebaut werden. Wer im Beruf fit bleiben und seine Karriere im Auge behalten will, unterstützt dies durch regelmäßiges Ausdauertraining. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass durch regelmäßige Bewegung Stresshormone abgebaut werden. Außerdem stärkt man sein Immunsystem und ist viel weniger anfällig für etwaige Krankheiten. Das Thema Fitness wird aber auch für die Unternehmensführung immer ein wichtigerer Aspekt. Betriebliches Gesundheits- und Fitnessmanagement trägt dazu bei, den Krankenstand signifikant zu senken, das gesundheitsbewusste Verhalten der Mitarbeiter zu fördern und somit die Leistungsfähigkeit der Belegschaft deutlich zu erhöhen.

Häufig wird die Frage gestellt, ob ein entsprechender „Nutzen“ für das Unternehmen auch beweisbar ist. Diese Frage kann man eindeutig mit „ja“ beantworten. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass durch gezielte Programme im Bereich Gesundheit und Fitness nicht nur die Fehlzeiten deutlich reduziert werden, es werden sowohl die Produktivität als auch die Motivation der Mitarbeiten nachweisbar verbessert.


von Dr. Hannes Mair
Dolomiten-Beilage M@rkt vom 30.05.2009



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