Familienbetriebe als Erfolgsmodell!

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Samstag, 26. April 2014

Familienunternehmen sind Südtirols wichtigste Arbeitgeber, Ausbilder und Steuerzahler und somit das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Sie sind werteorientierter und in vielen Fällen innovativer als kapitalmarktorientierte „Publikumsgesellschaften“. Gerade in Krisenzeiten kommt klar zum Vorschein, dass gerade Familienunternehmen der wirtschaftliche Motor sind. Deren Tradition und Beständigkeit geben Zuversicht.

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren von Familienunternehmen ist die Einheit von Eigentum und Führung. Demnach ist nicht die Größe eines Unternehmens ausschlaggebend für dessen Erfolg, sondern der bestimmende Einfluss der Unternehmerfamilie. Voraussetzung für den Erfolg ist jedoch, dass Familienunternehmen die richtige Balance zwischen Familien- und Unternehmensinteressen finden.

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor von Familienunternehmen ist deren Wertesystem. Dahinter steht die Tatsache, dass Familienunternehmen stärker als anonyme Aktiengesellschaften eine Unternehmenskultur pflegen, auf einen nachhaltigen Erfolg, auf eine regionale Verankerung, auf Wertschätzung der Mitarbeiter und ein Wir-Gefühl im Unternehmen ausgerichtet sind. Familienunternehmen haben Tradition und ihre eigene Geschichte, die ihnen den nötigen Weitblick für geschäftlichen Erfolg verleiht. Auch die regionale Verwurzelung spielt dabei eine entscheidende Rolle, ebenso wie Menschlichkeit, Familiarität, Loyalität und Authentizität. Das klassische Familienunternehmen besitzt Persönlichkeit, ein Gesicht und einen Namen, die es für Mitarbeiter, Kunden wie Lieferanten greifbarer machen.

Die längerfristige Orientierung ist für Familienunternehmen ein zentraler Punkt. So stehen bei diesen nicht die Interessen der Anleger und die Logik einer kurzfristigen Gewinnorientierung im Mittelpunkt, sondern die generationenübergreifende Sicherung des Unternehmens. Einher damit gehen bewährte Geschäftsprinzipien, gewachsene Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie die langfristige Bindung der Mitarbeiter. Dabei sind Familienunternehmen darin gefordert, flexibel genug zu bleiben, um auf neue Anforderungen bzw. Gegebenheiten auch rechtzeitig reagieren zu können. Auch sind Familienunternehmen finanziell anders aufgestellt als Aktiengesellschaften, da sie stärker Wert auf finanzielle Eigenständigkeit legen. Deren höhere Eigenkapitalquote lässt Familienunternehmen unabhängiger von Fremdkapital und somit von externen Einflüssen auf Unternehmensentscheidungen sein. Auch wenn sich Familienunternehmen im Bedarfsfall schwerer damit tun, sich Fremdkapital zu beschaffen.

Familienunternehmen sind teils mit uralten Klischees behaftet. So wird beispielsweise oft der Familienpatriarch angesprochen, der stur an alten Vorgehensweisen festhält und sich gegen Neuerungen jeglicher Art sperrt. Doch dabei handelt es sich in den meisten Fällen tatsächlich nur um ein Klischee. Familienunternehmen sind vielfach sehr modern, wirtschaften nachhaltig und sind, wie man gerade in wirtschaftlich schweren Zeiten beobachten kann, die Säulen der lokalen Wirtschaft.



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