Der Kampf um die "Besten"

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Samstag, 25. September 2010

Sehr gute Mitarbeiter sind für jeden Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg. Diese Mitarbeiter sind aber immer schwieriger zu finden. Die Folgen der demografischen Entwicklung haben den Arbeitsmarkt längst erreicht, die Zahl der Berufsanfänger sinkt. Es ist deshalb nur verständlich, dass auch in Südtirol der Kampf um talentierte Mitarbeiter voll entbrannt ist. Wie aber gelangt man zu den besten Mitarbeitern und vor allem, wie hält man sie? Dies ist eine der Schlüsselfragen erfolgreicher Unternehmensführung. Es geht nicht mehr darum, gute Mitarbeiter zu finden, nein, es geht vielmehr darum, die besten Mitarbeiter zu finden. Der beste Kandidat muss dabei nicht immer der beste Mitarbeiter für mein Unternehmen sein. Den „Besten“ zu finden heißt vielmehr, unter den besten Kandidaten jenen auszuwählen, der auch „am besten“ zu meinem Unternehmen passt. Das richtige Personalmanagement ist deshalb auch der Schlüssel zum langfristigen Erfolg des Unternehmens.

Doch wie kann diese Herausforderung gemeistert werden? Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Fokus von den rein administrativen Aufgaben auf die strategische Ebene des Personalmanagements verlagert werden. Die Unternehmensführung muss erkennen, dass Innovation nicht alleiniges Thema der Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist. Vielmehr muss das Innovationsmanagement zu einem wesentlichen und strategischen Bestandteil der Unternehmensstrategie bzw. der Unternehmenskultur werden. Personalmanagement muss zur Chefsache werden. Der zentrale Hebel für den unternehmerischen Erfolg ist und wird auch in Zukunft der Mitarbeiter bleiben

. Natürlich gibt es unterschiedliche Wege, kompetente Mitarbeiter zu finden und ans Unternehmen zu binden. Der effektivste Weg ist aber der, Talente aus den eigenen Reihen zu rekrutieren. Was kann einem Unternehmen Besseres passieren, wenn man auf wertvolle, im Unternehmen vorhandene Ressourcen zurückgreifen kann. Auf diese Weise kann unter anderem auch vermieden werden, sich gegenseitig die fähigen Mitarbeiter abwerben „zu müssen“. Eine zweite sehr effektive Maßnahme ist es, die Kompetenzen, die Fähigkeiten und Fertigkeiten der vorhandenen Mitarbeiter gezielt weiterzuentwickeln. Ausbildung ist die beste Investition, welche ein Unternehmen tätigen kann. Um aber Talente aus den eigenen Reihen rekrutieren und diese entwickeln zu können, müssen dieselben in Unternehmen vorhanden bzw. sie müssen erst ins Unternehmen gebracht werden. Wie aber gelingt es mir, die besten Kandidaten für mein Unternehmen zu gewinnen? Leider haben noch viel zu wenige Unternehmen erkannt, dass nicht nur das Produktmarketing für den Erfolg der eigenen Zukunft wichtig ist, sondern ebenso die Selbstvermarktung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber. Das sogenannte Personalmarketing beginnt dabei im eigenen Unternehmen. Weiterbildung, berufliche wie persönliche Entwicklungsmöglichkeiten, Korrektheit und Transparenz, eine einheitliche Kommunikation und konkrete Ziele geben den Mitarbeitern das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Und die eigenen Mitarbeiter tragen dieses gute Gefühl nach außen, sie werden zum Werbeträger des Unternehmens. Sie lassen das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber in Erscheinung treten. Dieses geschieht zudem ganz unabhängig von der Größe des jeweiligen Unternehmens.

Der Kampf um Talente wird sich in Zukunft noch mehr zuspitzen. Der Mensch wird immer stärker zum Schlüsselfaktor des unternehmerischen Erfolges. Produkte werden austauschbarer, Menschen mit ihren einzigartigen Fähigkeiten, Ideen und Emotionen ein immer wichtig werdender Erfolgsfaktor. Aus diesem Grund ist ein strategisches Personalmarketing in Unternehmen, welches auch in Zukunft mit Erfolg am Markt bestehen möchten, nicht mehr wegzudenken. Häufig wird die Frage gestellt, ob ein entsprechendes „Nutzen“ für das Unternehmen auch beweisbar ist. Diese Frage kann man eindeutig mit „ja“ beantworten. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass durch gezielte Programme im Bereich Gesundheit und Fitness nicht nur die Fehlzeiten deutlich reduziert werden, es werden sowohl die Produktivität als auch die Motivation der Mitarbeite nachweisbar verbessert.


von Dr. Hannes Mair
Dolomiten-Beilage M@rkt vom 25.09.2010



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